Früher musste man, um Elektronikware, wie bspw. Stereoanlagen und Fernseher zu kaufen, in ein Elektronikfachgeschäft gehen (ja, es gab Zeiten, wo nicht jede Stadt einen Saturn oder MediaMarkt vorzuweisen hatte
). Dort wurde man von geschultem Personal beraten und konnte ansonsten aber nur hoffen, dass der Händler einem bei Preis und Qualität des Gerätes nicht über den Leisten ziehen wollte. Diese kleinen Elektrogeschäfte sind inzwischen zu einem Großteil ausgestorben, verdrängt von den großen Märkten. Einzig im High-End-Segment halten sich diese Läden noch, dort wo der Klientel der Preis, aber nicht die Beratung egal ist.
Der Siegeszug der MediaMärkte, Saturns und MediMaxe wurde dadurch begünstigt, dass man die Elektronikware dank Großbestellungen billiger anbieten konnte, als die Einzelhändler. Doch die Märkte stehen seit einiger Zeit auch unter Beschuss. Gerade jüngere Käufer, die mit dem Internet aufgewachsen sind, bleiben bei den Angebotsprospekten eher skeptisch. Bei einschlägigen Schnäppchenblogs werden fast im 24/7 Rhythmus Schnäppchen aus den Weiten des WWW gepostet (fairerweise muss man sagen, dass gelegentlich auch Angebote der Elektronikmärkte dabei sind). Hier bietet sich bei vertrauensvollen Händlern nicht nur der oft günstigere Preis: Nein, man hat dank des Fernabsatzgesetzes die Möglichkeit, den Artikel innerhalb von zwei Wochen gegen das Geld wieder zurückzugeben. Im Elektronikmarkt ist dies oft nur gegen einen Gutschein möglich.
Bild: Thomas Max Müller / pixelio.de

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